Sehr geehrte Damen und Herren,
In unserem vierteljährlich
erscheinenden Newsletter möchten wir Ihnen dieses Mal China aus dem
Blickwinkel eines „Gastarbeiters" vorstellen. Der deutsche Student Jens K.
absolvierte ein Praktikum in Shanghai und beschreibt seine Erfahrungen im
"Reich der Mitte". Land und
Leute
Für die Chinesen ist die
Wahrung des Gesichts ein äußerst wichtiger Aspekt in ihrem
Kommunikationsverhalten. Daher ist es unbedingt notwendig, chinesischen
Mitarbeitern, Kollegen oder Geschäftspartnern durch wiederholte indirekte
Fragen die Möglichkeit zu geben, Verständnisschwierigkeiten einzuräumen.
Auf eine direkte Frage antworten Chinesen zunächst fast immer mit Ja aus
Furcht, andernfalls das „Gesicht zu verlieren". Was die Chinesen ganz
besonders positiv im Arbeitsleben auszeichnet, ist ihre
überzeugte Fähigkeit zur Teamarbeit.
Essensgewohnheiten
Beim gemeinsamen Essen
wird gewöhnlich ein üppiger gemeinsamer Teller mit sämtlichen chinesischen
Köstlichkeiten bestellt. Die Auswahl der Speisen erfolgt unter Beachtung
des Ausgleiches zwischen dem Yin und dem Yang, also z.B. Scharfem und
Süßem, Heißem und Kaltem oder Fleisch und Gemüse. Außerdem gilt es als
unhöflich, die Teller leer zu essen. Im Gegensatz zu Europa ist während
des Essens lautes Schmatzen und Rauchen völlig normal.
Wie sehen Chinesen
Ausländer
Ausländische Besucher sind in
China immer herzlich willkommen. Nicht selten erlebte unser Student, dass
er zu Feiern und Festen eingeladen wurde, die an sich einem doch sehr
privaten Personenkreis vorbehalten sind. Oder er wurde auf der Straße
angesprochen, ein gemeinsames Foto zu knipsen.
Kurioses
Eine große
Besonderheit der chinesischen Geographie ist der „Heizungsgrad". Nördlich
dieses Grades sind die Wohnungen mit Heizungen ausgestattet. Die
Wohnungen, die sich südlich des Heizungsgrades befinden, werden hingegen
mit Klimaanlagen ausgestattet.
Wirtschaft
Auch China ist von der globalen
Finanz- und Wirtschaftskrise nicht verschont geblieben. Doch zeigt sich
Chinas Premier Wen Jiabao durchaus optimistisch für die kommenden Monate.
Ein 585 Mrd. $ schweres Konjunkturpaket soll Chinas Wirtschaft wieder in
Schwung bringen. Neben der Ankurbelung der Binnennachfrage, die nach
schweren Exportverlusten zunehmend an Bedeutung gewinnt, sollen die
Staatshilfen vorrangig in Infrastrukturmaßnahmen und in die verarbeitende
Industrie fließen. Daneben soll auch das Sozialwesen der Volksrepublik
durch die Ausgaben gestärkt werden.